15 Jahre PhotonLab: Wenn aus Neugier Physikkarrieren werden
04.11.2026
Das von Nobelpreisträger Ferenc Krausz initiierte Schülerlabor der LMU und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik fördert seit 2011 erfolgreich Nachwuchstalente.
04.11.2026
Das von Nobelpreisträger Ferenc Krausz initiierte Schülerlabor der LMU und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik fördert seit 2011 erfolgreich Nachwuchstalente.
© Thorsten Näser
Ein Laserstrahl trifft auf ein einzelnes Haar. Auf einem Schirm dahinter erscheinen helle und dunkle Streifen: Das Licht wird am Haar gebeugt, aus den Abständen lässt sich dessen Dicke berechnen. Was nach komplizierter Messtechnik klingt, können Schülerinnen und Schüler im PhotonLab selbst ausprobieren. Das Schülerlabor ist eine Kooperationseinrichtung der LMU, des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ), des Exzellenzclusters Munich Center for Quantum Science and Technology (MCQST), an dem die LMU beteiligt ist, sowie weiterer Partner. Seit 2011 vermittelt es auf dem Forschungscampus Garching Physik mit eigenen Experimenten. „Am meisten Spaß macht es mir, die komplexe Physik für Schüler verständlich zu machen“, erzählt Leiterin Dr. Silke Stähler-Schöpf.
Das PhotonLab gibt Schulklassen Einblicke in aktuelle Forschung. An rund 30 Stationen können die Jugendlichen untersuchen, wie Licht durch einen Wasserstrahl geleitet wird, wie sich Musik mit Laserlicht übertragen lässt oder wie Quantenkryptografie funktioniert. In der Regel kommen Klassen ab der neunten Jahrgangsstufe. Sie experimentieren dann in kleinen Gruppen mithilfe von verschiedenen Anleitungen selbstständig. Für ältere Interessierte gibt es außerdem Quantenkurse und Praktika. Darüber hinaus haben bereits mehr als 650 Lehrkräfte im PhotonLab Fortbildungen besucht.
Von ersten Experimenten zum gefragten Schülerlabor
Der Anstoß zur Gründung kam von Ferenc Krausz, Professor für Experimentalphysik an der Fakultät für Physik und Direktor am MPQ. Im Exzellenzcluster Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) wollte der heutige Physik-Nobelpreisträger Jugendlichen Gelegenheit geben, selbst zu experimentieren und die Faszination der Physik zu erleben. Im Juli 2011 kamen die ersten Probeklassen. Stähler-Schöpf hat das Labor konzipiert. Zuvor hatte die promovierte Physikerin viele Jahre Schulklassen durch das Deutsche Museum geführt. In Garching entwickelte sie Versuche, bei denen die Jugendlichen selbst Hand anlegen können. „Ich bin stolz darauf, dass ich das Labor im Wesentlichen alleine aufgebaut und zehn Jahre lang betrieben habe“, blickt Stähler-Schöpf zurück. Weiterlesen